Steinheimer Tisch

Schön, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren!

Im Jahr 2004 haben sich ehrenamtliche Mitglieder der evang. Kirchengemeinde unter der Leitung von Doris Minah zusammen gefunden und haben damit begonnen, Lebensmittel an bedürftige Menschen in Steinheim zu verteilen.

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Unter dem Dach der evangelischen Kirche, im Martin-Luther-Gemeinezentrum, in der Bahnhofstraße 8, (Eingang Pyrmonter Str.) versorgt der Steinheimer Tisch aktuell über 174 Haushalte mit Lebensmittel. Die Einrichtung wird von der evangelischen Kirchengemeinde getragen und von ehrenamtlich engagierten Mitbürgern organisiert.

Die Nahrungsmittel selbst werden gespendet – von Lebensmittelmärkten, Fachgeschäften oder landwirtschaftlichen Betrieben.

Da die reichhaltigen Lebensmittelspenden der Märkte und Fachgeschäfte jedoch nicht ausreichen, um eine Grundversorgung der Bedürftigen zu gewährleisten, müssen wöchentlich hauptsächlich Milch, Quark, Käse, Joghurt, Margarine, Nudeln, Reis und Kartoffeln dazugekauft werden.

Die Termine der jeweiligen Lebensmittelausgabe und die Konditionen für eine Berechtigung zum Besuch des Steinheimer Tisches erfragen Bedürftige direkt bei der Einrichtung. Die Berechtigungsscheine erteilt die heimische Stadtverwaltung oder die Bundesagentur für Arbeit.

Die Balance zwischen nötiger Kontrolle und der Würde der Einzelnen wird immer eine schwierige Aufgabe bleiben.

Wer zum Steinheimer Tisch geht, darf zunächst Schlange stehen, seine Bedürftigkeit nachweisen und eine Münze zahlen. Der Steinheimer Tisch fordert eine „symbolische“ 1,– Euro Münze je Erwachsenen, denn die Erfahrung lehrt: Was etwas kostet, ist auch etwas Wert.

Fahrt ins Freilichtmuseum

Am Samstag, den 10.09. 2016 machten sich ca. 50 Personen, darunter Asylbewerber aus Steinheim und umliegenden Ortschaften, ehrenamtliche Helfer und Bewohner des Helene-Schweizer-Zentrums, zu einem Tagesausflug ins Freilichtmuseum Detmold auf.

Dort wurden für die Teilnehmer zwei Führungen (in arabischer und deutscher Sprache) angeboten.

Da schon ein Teil der Asylbewerber recht gut deutsch versteht, konnten beide Führungen mit einer etwa gleich großen Teilnehmerzahl stattfinden.

Für so manchen Besucher war das Erkunden der alten Höfe und Bauernhäuser eine Reise in die eigene Vergangenheit oder eine Zeit, von der Großeltern erzählt haben; einige Flüchtlinge allerdings kennen gerade die betriebenen Werkstätten noch aus der heutigen Zeit in ihren Heimatländern.

Das schöne Wetter und das große Museumsareal wurde zum Abschluss im „Paderborner Dorf“, noch für ein spontanes Picknick genutzt, bei dem internationale Speisen geteilt wurden.

Der Ausflug war für alle, insbesondere auch für die ehrenamtlichen Helfer, ein schönes Erlebnis, welches sicherlich zu gegebener Zeit noch einmal wiederholt wird.

Wer vielleicht auch Interesse hat, sich im Bereich der Flüchtlingshilfe zu engagieren, oder zu informieren, ist herzlich eingeladen, am 28.09.16 ab 18:30 Uhr ins ZAK zu kommen, und am „Ehrenamtsabend“ teilzunehmen.

An diesem Abend können sich alle, die schon ehrenamtlich aktiv sind, oder es noch werden wollen, in ungezwungener Atmosphäre austauschen.